Ausgehend vom Projekt „Kunst im Leerstand“ im Herbst 2025 hat sich ein kontinuierliches Austauschformat für Kunstschaffende entwickelt: der Offene Kunst-Stammtisch. Bereits beim Kunsttag und dem anschließenden Nachtreffen wurde deutlich, wie groß der Bedarf an regelmäßigem Austausch und neuen Kontakten in der Region ist.
Die Treffen finden etwa alle zwei Monate an wechselnden Orten statt und sind offen für neue Interessierte. Die Termine werden über Instagram und den Newsletter veröffentlicht.
Eine wichtige Rolle spielt die Moderation: Ideen aus einem Treffen werden beim nächsten wieder aufgegriffen: Was ist daraus geworden? Besteht weiterhin Interesse? Wer möchte daran weiterarbeiten? So können Themen weiterentwickelt werden, ohne dass der Kulturknotenpunkt ihre Umsetzung übernimmt.
Beim jüngsten Treffen im August 2026 mit 12 Teilnehmenden wurde beispielsweise die Idee aufgegriffen, gemeinsam künstlerisch zu einem Thema zu arbeiten. Daraus entstand das Thema „Kontakt“ mit der Perspektive einer gemeinsamen Ausstellung im Advent. Auch die Idee offener Ateliers in der Region wurde weiterentwickelt und um mögliche Kooperationen ergänzt. Für den Austausch zwischen den Treffen wurde zudem eine bestehende WhatsApp-Gruppe reaktiviert.
Der Kulturknotenpunkt begleitet diesen Prozess, bringt Menschen und Informationen zusammen, stellt Kontakte her und recherchiert bei Bedarf mögliche Kooperationspartner. Die Weiterentwicklung und Umsetzung der Ideen soll dabei möglichst aus der Gruppe selbst heraus entstehen.
Der Kunst-Stammtisch zeigt so, wie aus einem einzelnen Projekt schrittweise eine kontinuierliche Vernetzungsstruktur entstehen kann – durch regelmäßige Begegnungen, das Wiederaufgreifen von Ideen und Raum für selbstorganisierte Zusammenarbeit.
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