Beim „Plattdrift Barcamp“ kamen Akteur:innen aus Kultur, Ehrenamt und Bildung zusammen, um sich über ihr Engagement für die plattdeutsche Kulturarbeit auszutauschen. Ausgangspunkt war die Frage „Wat is dien Drift?“ – also der persönliche Antrieb, sich einzubringen und eigene Themen in das Barcamp einzubringen. Rund 80 Teilnehmende aus unterschiedlichen Regionen kamen dazu am 28. März 2026 nach Leck.

Das Barcamp fand bereits zum wiederholten Mal statt und knüpfte an die Erfahrungen der vergangenen Jahre an. Während zuvor insbesondere grenzüberschreitende Kontakte nach Nordschleswig – etwa zu Akteur:innen mit plattdänischen Sprachbezügen – im Mittelpunkt standen, verlagerte sich der Fokus im Rahmen der neuen Förderperiode stärker auf inhaltliche Themen zur Stärkung plattdeutscher Strukturen.

Im offenen Format brachten die Teilnehmenden eigene Themen als Session-Vorschläge ein. Fanden sich ausreichend Interessierte, wurden diese direkt umgesetzt – so entstanden insgesamt neun Sessions. Dabei standen Themen wie Vereinsarbeit, Podcastformate, Fördermöglichkeiten sowie Fragen zu KI und Übersetzung im Fokus. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge, die die Vielfalt plattdeutscher Zugänge widerspiegeln, etwa Qigong oder der „Bregenloop“ als Gehirnjogging op Platt.

Erstmals wurden die Ergebnisse des Barcamps dokumentiert: Ein Graphic Recording hielt zentrale Themen, Ideen und Impulse visuell fest und macht sie für die weitere Arbeit nutzbar. Dies entspricht dem Ziel des Kulturknotenpunkts, Sichtbarkeit zu erhöhen und nachhaltige Strukturen zu stärken.

Das Barcamp zeigt, wie wirkungsvoll offene und partizipative Formate sein können, um Austausch zu ermöglichen, Wissen zu teilen und neue Impulse für die Kulturarbeit zu setzen.

 

Ein nächster Termin ist bereits geplant: 10. April 2027.