Wie können Vereine ihre Arbeit besser sichtbar machen, neue Menschen erreichen und ihre Öffentlichkeitsarbeit mit begrenzten zeitlichen Ressourcen gestalten? Beim ersten Workshoptag „Öffentlichkeitsarbeit für Kulturvereine“ am 19. September 2026 in Husum standen praktische Lösungen im Mittelpunkt. Zugleich lieferte der gemeinsam mit dem Kreis Nordfriesland entwickelte Workshoptag Erkenntnisse für die Arbeit des Kulturknotenpunkts Nordwest.

Kulturvereine im Mittelpunkt – bewusst geöffnet

45 Personen hatten sich für den ersten Workshoptag angemeldet. Entwickelt wurde das Format insbesondere für Kultur-, Heimat-, Geschichts- und Fördervereine. Gemeinsam mit dem Kreis Nordfriesland wurde die Einladung auch für andere Vereine und ehrenamtlich Engagierte geöffnet. Das erwies sich als wichtig: Aus der engeren kulturellen Kernzielgruppe kam nur ein Teil der Anmeldungen.

In zwei Workshoprunden ging es um Pressearbeit, Social Media, KI, Fotografie und Bildrechte sowie Regional- und Minderheitensprachen. Der kompakte halbtägige Aufbau mit Zeit für Austausch hat sich grundsätzlich bewährt. Gleichzeitig zeigte sich, dass umfangreichere Themen in 45 Minuten nur angerissen werden können und sich für vertiefende Angebote eignen.

Eindrücke und einen ausführlichen Bericht vom Workshoptag gibt es auf der Website der Nordsee Akademie

Was nehmen wir für die weitere Arbeit mit?

Der Workshoptag hat eine interessante Frage für die weitere Arbeit des Kulturknotenpunkts aufgeworfen: Unterstützungsbedarf führt nicht automatisch zu Nachfrage nach Fortbildungsangeboten. Gerade im Bereich Öffentlichkeitsarbeit nimmt der Kulturknotenpunkt in seiner täglichen Arbeit durchaus Unterstützungsbedarf wahr. Warum dennoch vergleichsweise wenige Kulturvereine das Angebot nutzten, lässt sich nicht beantworten.

Gleichzeitig diente der Workshoptag als Bedarfssensor. Besonders häufig wünschten sich die Teilnehmenden weitere Angebote zu Mitgliedergewinnung und Vereinsentwicklung sowie Social Media, KI und Canva. Auf einer Zielscheibe zeigte sich, dass viele konkrete Anregungen für die eigene Praxis mitgenommen wurden.

Nach sechs bis acht Wochen wird erstmals bei einem Format nachgefragt, was tatsächlich ausprobiert oder umgesetzt wurde und wo weitere Unterstützung gewünscht wird. Die Ergebnisse sollen ebenso wie die bereits benannten Themenwünsche in die weitere Planung einfließen.

Der Workshoptag kann damit künftig Einstieg und Orientierung bieten, während einzelne Themen in weiteren Angeboten vertieft werden. Die nächste Ausgabe ist bereits geplant: 18. September 2027 in Husum.