Vom Kunsttag zum Kunststammtisch – Vernetzung im Aufbau
Ausgehend vom Projekt „Kunst im Leerstand“ im Herbst 2025 hat sich ein neues Austauschformat für Kreative entwickelt: der Kunststammtisch. Bereits beim Kunsttag und dem anschließenden Nachtreffen wurde deutlich, wie groß der Bedarf an einem regelmäßigen Austauschformat in der Region ist.
Der Kunststammtisch bringt Künstler:innen und Kreative aus der Region zusammen und schafft einen offenen Raum für Vernetzung, Austausch und die Entwicklung gemeinsamer Ideen. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der künstlerischen Praxis, mögliche Ausstellungsorte, neue Formate sowie konkrete Projektideen.
Das Format ist bewusst niedrigschwellig angelegt und entwickelt sich kontinuierlich weiter. Mit jedem Treffen wächst die Gruppe, neue Teilnehmende kommen hinzu und erste gemeinsame Vorhaben entstehen – von Ausstellungen bis hin zu selbstorganisierten Projekten.
Gleichzeitig werden auch strukturelle Fragen gemeinsam verhandelt, etwa zur Organisation der Gruppe, zu möglichen Kooperationspartnern oder zu Formen des Austauschs. Dabei zeigt sich, dass digitale Lösungen den persönlichen Austausch ergänzen können, dieser aber weiterhin im Mittelpunkt steht.
Der Kulturknotenpunkt Nordwest begleitet diesen Prozess, vernetzt Akteur:innen und unterstützt die Weiterentwicklung des Formats. Der Kunststammtisch ist damit ein Beispiel dafür, wie aus einem einzelnen Projekt heraus ein Vernetzungs- und Kooperationsprozess entstehen kann.
Das Format lässt sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen und ist gut auf andere Regionen übertragbar – insbesondere dort, wo es bisher an kontinuierlichen Austauschstrukturen für Kulturschaffende fehlt.
Weitere Einblicke in die Entwicklung des Kunststammtisches finden sich in den ausführlichen Berichten auf der Website der Nordsee Akademie:
https://www.nordsee-akademie.de/mehr/presse-neuigkeiten/kunst-stammtisch-auftakt-fuer-vernetzung
https://www.nordsee-akademie.de/mehr/presse-neuigkeiten/kunst-stammtisch-zweites-treffen-mit-wachsender-beteiligung
platt drift barcamp – Impulse für Sprache, Kultur und Engagement
Beim „Plattdrift Barcamp“ kamen Akteur:innen aus Kultur, Ehrenamt und Bildung zusammen, um sich über ihr Engagement für die plattdeutsche Kulturarbeit auszutauschen. Ausgangspunkt war die Frage „Wat is dien Drift?“ – also der persönliche Antrieb, sich einzubringen und eigene Themen in das Barcamp einzubringen. Rund 80 Teilnehmende aus unterschiedlichen Regionen kamen dazu am 28. März 2026 nach Leck.
Das Barcamp fand bereits zum wiederholten Mal statt und knüpfte an die Erfahrungen der vergangenen Jahre an. Während zuvor insbesondere grenzüberschreitende Kontakte nach Nordschleswig – etwa zu Akteur:innen mit plattdänischen Sprachbezügen – im Mittelpunkt standen, verlagerte sich der Fokus im Rahmen der neuen Förderperiode stärker auf inhaltliche Themen zur Stärkung plattdeutscher Strukturen.
Im offenen Format brachten die Teilnehmenden eigene Themen als Session-Vorschläge ein. Fanden sich ausreichend Interessierte, wurden diese direkt umgesetzt – so entstanden insgesamt neun Sessions. Dabei standen Themen wie Vereinsarbeit, Podcastformate, Fördermöglichkeiten sowie Fragen zu KI und Übersetzung im Fokus. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge, die die Vielfalt plattdeutscher Zugänge widerspiegeln, etwa Qigong oder der „Bregenloop“ als Gehirnjogging op Platt.
Erstmals wurden die Ergebnisse des Barcamps dokumentiert: Ein Graphic Recording hielt zentrale Themen, Ideen und Impulse visuell fest und macht sie für die weitere Arbeit nutzbar. Dies entspricht dem Ziel des Kulturknotenpunkts, Sichtbarkeit zu erhöhen und nachhaltige Strukturen zu stärken.
Das Barcamp zeigt, wie wirkungsvoll offene und partizipative Formate sein können, um Austausch zu ermöglichen, Wissen zu teilen und neue Impulse für die Kulturarbeit zu setzen.
Ein nächster Termin ist bereits geplant: 10. April 2027.
Special Art – Kulturpreis der Vielfalt 2026
Für künstlerisch schaffende Menschen mit Handicap
Die Drostei als Kulturknotenpunkt Südwest und die Stiftung der Sparkasse Südholstein verleihen seit 2022 alle zwei Jahre den „Special Art – Kulturpreis der Vielfalt“. Es ist ein Anerkennungspreis für künstlerisch schaffende Menschen mit Behinderung. Der Preis ist insgesamt mit 4.500 € dotiert:
1. Preis: 2.500 €
2. Preis: 1.500 €
3. Preis: 500 €
„Für mich ist der ‚Special Art – Kulturpreis der Vielfalt‘ wichtig, weil jeder das Recht hat, sich in der Kunst auszuprobieren und zu zeigen, was in ihm steckt.”
Hannah Kiesbye, Jurymitglied
Wer kann teilnehmen?
Willkommen sind alle Genres: Bildende Kunst, Musik, Literatur, Darstellendes Spiel…
Voraussetzungen:
– Ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50%. Ein Nachweis ist nicht erforderlich, die Bewerbung basiert auf Vertrauen.
– Sie sind seit mindestens drei Jahren künstlerisch tätig und haben in dieser Zeit eine eigene künstlerische Handschrift entwickelt. Diese soll aus der Bewerbung hervorgehen.
– Sie haben einen regelmäßigen Bezug zur Region Südholstein
Gibt es eine öffentliche Preisvergabe?
Über die Preisvergabe entscheidet eine Jury in einer gemeinsamen, nicht-öffentlichen Sitzung. Die Preisverleihung und die Präsentation der ausgezeichneten Werke finden im Rahmen einer Feierstunde statt.
Zur Bewerbung
Die Bewerbungen müssen keinem festen Schema folgen, eine „falsche“ Bewerbung gibt es nicht. Sie sollte der Jury jedoch einen Eindruck über das künstlerische Schaffen vermitteln. Eigenbewerbungen sind genauso möglich, wie von Dritten vorgeschlagen zu werden.
Bewerbung bitte möglichst per E-Mail bis zum 30.06.2026 an kulturknotenpunkt@drostei.de
Ansonsten per Post an
Stiftung Landdrostei
Dingstätte 23
25421 Pinneberg
0152 0 313 6 212
Bitte keine Originale einreichen Eine Bewerbungshilfe zum Ausfüllen finden Sie hier.
Ansprechpartnerinnen
Stefanie Fricke
Künstlerische Leitung
Stiftung Landdrostei
Dr. Friederike Weimar
Referentin Kulturknotenpunkt
Stiftung Landdrostei
Kreative Impulse für eine nachhaltige Gesellschaft – Save the Date: 8. Juni ab 15 Uhr in Bad Oldesloe
Du hast Lust auf Impulse, Ideen und Workshops zu nachhaltigen Themen? Du möchtest dein Nachhaltigkeitsnetzwerk ausbauen und suchst nach Gleichgesinnten? Oder möchtest du dich kreativ ausprobieren?
Gemeinsam werfen wir einen inspirierenden Blick auf gute Nachhaltigkeitsgeschichten aus Tourismus, Klimaschutz, Kultur und Wirtschaft und darauf, wie wir nicht nur mitdenken, sondern unser Umfeld aktiv gestalten können.
Freut euch auf:
- inspirierende Impulse und Perspektiven
- spannende Akteurinnen und Akteure aus Tourismus, Klimaschutz, Kultur und Wirtschaft
- kreative Formate und Raum für Austausch und Netzwerken
Mit dabei
- Andreas Koch von Tourythm
- Dr. Maria Grewe-Grimmelsmann, Nachhaltigkeitsreferentin bei der IHK
- die Transformations- und Innovationsgenossenschaft Bad Oldesloe TIBO e.G.
- das Projekt Stadtverwaldung aus Lübeck
uvm.
Lasst uns gemeinsam Visionen entwickeln, Verantwortung übernehmen und die nachhaltigen Wege für morgen gestalten.
Ihr wollt Teil der Community werden? Dann meldet euch schnell an: https://kultur-stormarn.de/projekte/kultur-nachhaltigkeit
Dieses Jahr zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit dem Format Green Culture Day der Servicestelle Kultur & Nachhaltigkeit beim Landeskulturverband. Wieder mit dabei ist das Tourismusmanagement Stormarn, die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn mbH, das Klimaschutzmanagement und der Stabsbereich Kultur des Kreis Stormarn. Die Veranstaltung wird organisiert vom Kulturknotenpunkt Südost.
Weitere Informationen zum kompletten Programm folgen in Kürze – wir freuen uns, wenn ihr euch den Termin schon jetzt reserviert oder euch gleich anmeldet!
Fortbildungsreihe „Digital kreativ“ KULTURKNOTENPUNKT OST meets DIGITALER KNOTENPUNKT
Diese Fortbildungsreihe richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende sowie Ehrenamtliche, die ihre digitalen Kompetenzen erweitern möchten. In praxisnahen Präsenzveranstaltungen werden Themen rund um kreative KI-Anwendungen, Datenschutz und digitale Sichtbarkeit vermittelt.
25.03.2026: Künstliche Intelligenz und ChatGPT – Wiederholung mit Updates
KOSTENLOS um 19 Uhr in der KULTOUR, Göhler Str. 56, Dauer ca. 90 Minuten.
Die Veranstaltungen zeigen praxisnah, wie digitale Werkzeuge kreativ, sicher und wirkungsvoll eingesetzt werden können – ohne technische Vorkenntnisse.
Infos unter: kkp@kultour-oldenburg.de
Im Großen denken, im Kleinen handeln (16. Februar 2026 – Zweiter regionale Kulturdialog im Kulturknotenpunkt Mitte)
Beim regionalen Kulturdialog im Kulturknotenpunkt Mitte stand das Motto „Im Großen denken, im Kleinen handeln“ im Mittelpunkt. Teilnehmer*innen aus vielfältigen Praxisfeldern brachten einen bunten Strauß an Themen mit: Herausforderungen freischaffender Künstler*innen, Fragen der Publikumsentwicklung, ehrenamtliches Engagement oder die Sichtbarkeit eigener Angebote.
Mithilfe gezielter, individuell entwickelter Fragestellungen näherten sich die Anwesenden ihren persönlichen Visionen, Ideen und Herausforderungen. Auf der Suche nach „Speed-Antworten“ in Form eines direkten, schnellen Austauschs füllte sich der Raum rasch mit lebendigem Stimmgewirr, und die Notizzettel mit Gedanken, Anregungen und neuen Perspektiven.
Die produktive Dynamik zog sich durch den Abend: Im weiteren Verlauf des Kulturdialogs füllten sich die Themen-Tische zügig mit Skizzen, Notizen und weitergedachten Ideen. Leitfragen wie „Wenn Ihre Arbeit morgen unsichtbar wäre – wer würde es bemerken?“, „Wie klar definiert ist Ihre Zielgruppe – muss oder sollte sie definiert sein?“ oder „Was bedeutet Nachhaltigkeit in Ihrer kulturellen Praxis – ökologisch, sozial, finanziell oder strukturell?“ bildeten die Grundlage für einen intensiven und zugleich offenen Austausch. Ganz im Sinne kollektiver Intelligenz profitierten die Teilnehmer*innen von den unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen im Raum.
Ob strukturierte Methoden mit fokussiertem Blick oder ein ganz offener Austausch: Der zweite regionale Kulturdialog unterstrich einmal mehr den Wert der Begegnung und des offenen Dialogs – um Synergien zu nutzen, voneinander zu lernen und die Kulturszene in den Kreisen Segeberg und Rendsburg-Eckernförde nachhaltig zu stärken.
Wer Lust hat, eigene Fragen einzubringen, neue Impulse mitzunehmen oder Teil eines engagierten Netzwerks zu sein, ist beim nächsten Kulturdialog im Kulturknotenpunkt Mitte herzlich willkommen!
Ort: JugendAkademie Segeberg, Marienstraße 31, 23795 Bad Segeberg
Social Media & Sunset – Öffentlichkeitsarbeit für Vereine im Sommerformat
Im Sommer 2024 bot der Kulturknotenpunkt Nordwest gemeinsam mit dem Stadtmarketing Niebüll die Reihe „Social Media & Sunset“ an: drei Abendtermine im Watt’n Blick in Schlüttsiel (jeweils 19–21 Uhr), die einzeln oder als Paket buchbar waren.
Inhalte & Termine
- 14. Juli: Einstieg Instagram – Grundlagen für Vereine und Kulturschaffende
- 21. Juli: Einstieg Canva – Gestaltung von Flyern und Posts leicht gemacht
- 28. Juli: PR-Arbeit online & offline – Pressearbeit, Newsletter & Co.
Die Veranstaltungen verbanden kurze Impulse mit praktischen Tipps und boten viel Raum für Austausch. Pro Termin nahmen rund zehn Vereine bzw. Einzelpersonen teil – aus Kultur, Ehrenamt und Vereinswesen.
Kooperation & Referentin
Die Idee entstand aus einer Anfrage des Stadtmarketings Niebüll: Dort war der Wunsch laut geworden, Vereine fit für Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Der Kulturknotenpunkt Nordwest griff diesen Impuls auf, unterstützte die Umsetzung und erweiterte den Kreis bewusst um Kulturvereine aus Niebüll und der Region, sodass auch sie von dem Angebot profitieren konnten.
Als Referentin konnte Julia Nissen gewonnen werden – vielen bekannt als „Deichdeern“, aktiv in medienpolitischen Projekten wie „Man tau“ und mit journalistischer Ausbildung. Sie brachte Erfahrungen aus Online- und Offline-Kommunikation zusammen und vermittelte diese praxisnah und verständlich.
Organisation & Förderung
Die Anmeldung lief über das Stadtmarketing, die Teilnehmenden zahlten einen kleinen Beitrag für die Verpflegung.
Gefördert wurde die Reihe durch das Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein sowie in Zusammenarbeit mit der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein.
Wirkung & Ausblick
Die Resonanz zeigte: Der Bedarf ist groß. Neben konkreten Tipps entstand am letzten Abend die Idee, ein regelmäßiges Treffen für Ehrenamts- und Kulturvereine in der Region einzurichten – um Erfahrungen auszutauschen, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam mit den Anforderungen neuer Öffentlichkeitsarbeit (insbesondere Social Media) umzugehen. Die Umsetzung scheiterte zunächst an der Sommerpause.
Beitrag des Kulturknotenpunkts
Mit „Social Media & Sunset“ hat der Kulturknotenpunkt Nordwest mehrere seiner Kernaufgaben erfüllt:
- Unterstützung Öffentlichkeitsarbeit: Vereine und Kulturakteure erhielten praxisnahe Werkzeuge für ihre Sichtbarkeit.
- Vernetzung: Die Reihe brachte Akteure aus Kultur, Ehrenamt und Stadtmarketing zusammen.
- Kooperation: Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Niebüll und externen Partnern.
- Qualifizierung und Beratung: Die Teilnehmenden profitierten von Impulsen und praxisnaher Anleitung einer erfahrenen Referentin.
Damit leistet das Projekt einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der kulturellen Infrastruktur in der Region.
Kunsttag in Leck – Kunst belebt Leerstand
Am verkaufsoffenen Sonntag, 28. September 2025, verwandelte sich das ehemalige Schuhhaus JESSY in Leck für einen Tag in eine Galerie. Zehn Künstler:innen aus Leck und der Region präsentierten ihre Arbeiten – darunter T-Shirts, Postkarten, Lesezeichen, Drucke, Gemälde und Zeichnungen.
Von der Idee zum Kunsttag
Die Initiative kam von den Künstler:innen selbst: Ursprünglich war ein „Ateliertag“ im Gespräch, doch schnell zeigte sich – die Gruppe war noch zu klein und nicht alle verfügten über ein Atelier, das sie öffnen konnten. Gemeinsam mit dem Kulturknotenpunkt wurde deshalb nach einem geeigneteren Format gesucht, um Kunst zu zeigen und Künstler:innen ein Forum zu geben.
Eine Ausstellung im Saal der Nordsee Akademie war ebenfalls im Gespräch. Das wurde jedoch verworfen, weil dort die Laufkundschaft gefehlt hätte – entscheidend für eine offene, verkaufsorientierte Ausstellung. Der Leerstand in der Hauptstraße erwies sich dagegen als Glücksgriff: zentral, ebenerdig, barrierefrei und niedrigschwellig. Dank der Vermittlung eines Lecker Geschäftsinhabers konnte schließlich das Schuhhaus JESSY genutzt werden.
Nach einem halben Jahr Vorbereitung, regelmäßigen Treffen und stetigem Zuwachs – von drei auf schließlich zehn Beteiligte – war der Kunsttag startklar.
Rolle des Kulturknotenpunkts
Der Kulturknotenpunkt kümmerte sich um die Organisation im Hintergrund: Er suchte nach geeigneten Räumen, knüpfte den Kontakt zum Immobilieneigentümer und klärte Fragen mit dem Ordnungsamt. Außerdem übernahm er die Versicherung und moderierte die regelmäßigen Treffen.
Darüber hinaus fiel ihm eine wichtige moderierende Rolle innerhalb der Gruppe zu: Mit Fingerspitzengefühl wurden die Plätze verteilt – Publikumsmagnete eher im hinteren Bereich, jüngere Künstler:innen sichtbarer im vorderen. Auch bei der Suche nach weiteren Beteiligten achtete der Kulturknotenpunkt auf Ausgewogenheit, um neben erfahrenen Ausstellenden auch jüngere und weibliche Positionen einzubinden. So entstand ein vielfältiges Gesamtbild, mit dem am Ende alle zufrieden waren.
Öffentlichkeitsarbeit
Auch in der Öffentlichkeitsarbeit wurden neue Wege gegangen: Plakate, Postkarten, Instagram-Reels und ein Gewinnspiel machten den Kunsttag sichtbar. Viele Ideen dazu kamen direkt aus der Gruppe – insbesondere ein beteiligter Künstler brachte sich stark ein, entwickelte die Motive für die Werbung, gestaltete Postkarten und unterstützte auch digital. Regionale Influencer teilten den Veranstaltungshinweis, sodass das Projekt auch online gut verankert war. Zwar gab es eine Pressemitteilung und eine Ankündigung im Gemeindeblatt – die regionale Presse berichtete jedoch nicht. Es zeigte sich deutlich, dass analoge Werbung (Flyer, Plakate) allein nicht ausreicht: Entscheidend war die frühzeitige Einbindung von Social Media und interaktiven Aktionen wie dem Gewinnspiel.
Der Tag selbst
Rund 150 Gäste nutzten die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen, Kunstwerke zu erwerben und neue Kontakte zu knüpfen. Besonders bemerkenswert: Eine Künstlerin stellte zum allerersten Mal öffentlich aus, während eine andere bereits in Museen vertreten war. Diese Vielfalt machte den besonderen Reiz aus: verschiedene Stile, Generationen und Erfahrungen kamen zusammen.
Das offene Format mitten in der Hauptstraße erwies sich als Erfolgsgarant: Viele Neugierige warfen spontan einen Blick hinein, blieben im Gespräch und sorgten für lebendige Atmosphäre. Auch praktische Aspekte spielten eine Rolle: der ebenerdige Zugang, ausreichend Platz und Sitzgelegenheiten machten das Format für alle Besucher:innen zugänglich.
Ausblick
Vor Ort zeigte sich der Bedarf an weiteren Formaten deutlich: Auf vorbereiteten Post-its konnten Gäste ihre Ideen an Spiegelsäulen im Geschäft heften – häufig genannte Wünsche: mehr Ausstellungen, offene Werkstätten, regelmäßige Treffen.
Spontan entstand die Idee eines „Kunststammtischs“ – ein Forum, in dem Künstler:innen und Interessierte sich weiter vernetzen und neue Projekte entwickeln können.
Der Kunsttag in Leck hat gezeigt, wie viel Kreativität in der Region steckt – und wie Kunst Leerstände neu beleben kann. Sollte die Förderung des Kulturknotenpunkts Nordwest fortgesetzt werden, sind für 2026 weitere Angebote geplant.
Mit dabei waren:
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Thomas Biune (Malerei, DK)
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Heike Brinkmann (Aquarell, Acryl, Öl, Mixed Media, Leck)
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Jasmin Hansen (Illustration & Mixed Media, Klanxbüll)
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Christoph Hinsch (Malerei, Leck)
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Cam Phuong Hua-Nguyen (Tusche, Stedesand)
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Jacqueline Krenz (Aquarell, Leck)
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Pelf Metersen (Grafikdesign & Illustration, Bosbüll)
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Quoc Khanh Nguyen (Aquarell, Stedesand)
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Thomas Nielsen (Malerei & Mixed Media, Leck)
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Susanne Richardsen (Acrylmalerei & Mixed Media, Niebüll)
Museen, Sammlungen und Kulturschätze im Kreis Pinneberg
Mit der 4. Neuauflage der Broschüre „Museen, Sammlungen und Kulturschätze im Kreis Pinneberg“ erhalten Besucherinnen und Besucher einen aktuellen Einblick in die reichhaltige Kulturlandschaft der Region.
Im Kreis Pinneberg können Interessierte Geschichte zu Lande, zu Wasser und in der Luft erleben, Heimatmuseen erkunden, historische und kulturhistorische Museen besuchen, sich über Naturkunde informieren, technische Sammlungen erforschen und Kunst genießen.
Die Broschüre entstand in Zusammenarbeit mit dem Kreiskulturverband Pinneberg e.V. und dem Heimatverband für den Kreis Pinenberg von 1961 e. V. und macht 34 beteiligte Kulturorte sichtbar. Hier können Sie die Broschüre durchblättern.
Ausgezeichnet und inklusiv: Special Art auf der HOLSTENART 2025
Die bisherigen Preisträger:innen und Teilnehmer:innen des „Special Art Kulturpreis − der Vielfalt“ präsentierten ihre Werke erstmals mit einem eigenen Messestand auf der HOLSTENART, der größten Kunstmesse Schleswig-Holsteins.
Der „Special Art − Kulturpreis der Vielfalt“ ehrt künstlerisch schaffende Menschen mit Handicap. Die Drostei als Kulturknotenpunkt Südwest und die Stiftung der Sparkasse Südholstein verleihen ihn seit 2022 alle zwei Jahre. Ausgezeichnet werden künstlerisch aktive Menschen mit Handicap, deren Werke durch Kreativität, Ausdruckskraft und Authentizität überzeugen.
Dank einer Einladung der HOLSTENART-Geschäftsführung im Anschluss an die letzte Preisverleihung 2024 wurde es möglich: Ein eigener Messestand für die Kunstschaffenden − und damit eine Bühne auf Augenhöhe mit dem regulären Kunstbetrieb.
27 Künstler:innen zeigten ihre Werke auf einer eigenen Ausstellungsfläche. Die Teilnahme an der renommierten Messe schaffte Sichtbarkeit, baute Barrieren ab und ermöglichte eine gleichberechtigte Teilhabe am künstlerischen Diskurs.
„Mein Wunsch ist, dass die Kunstszene auch für Menschen mit Behinderungen zugänglicher und offener wird, um gleichberechtigt daran teilhaben und mitwirken zu können“, sagte Laura Schwörer, Teilnehmerin der Ausschreibung 2024.
Die Ausstellung zeigt Kunst nicht nur als Ausdruck ästhetischer Kreativität, sondern auch als persönliche Sprache, wenn Worte nicht ausreichen:
„Es ist schön, dass sie eine Art gefunden hat, sich im Leben jederzeit alleine zu beschäftigen. Ihre Bilder sind auch ein Spiegelbild Ihrer Seele. Bunt: Passend zu ihrer fröhlichen, unkomplizierten und liebenswerten Art. Dunkler: Wenn mal was nicht so gut läuft.“ Zitat einer Angehörigen von Britta Eggers, Preisträgerin 2022
Für die Drostei als Kulturknotenpunkt Südwest und die Stiftung der Sparkasse Südholstein war die Präsenz auf der HOLSTENART eine große Chance, die Bekanntheit des Kulturpreises zu steigern.









